Martin Kügler
Beste Qualität zu civilen Preisen | Schlesisches Porzellan seit 1820
Herausgegeben im Auftrag der Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz

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Erscheinungsdatum: 01/10/2007
Zustand: Neu
Anzahl Seiten: 180
Produktsprache: cze
Anzahl Abbildungen: 165 Farbabbildungen
Verlag: Stekovics, J
Gewicht: 0.7 kg
Breite: 216 mm
Höhe: 18 mm
Länge: 237 mm
ISBN: 9783899231632
Beschreibung
Produktinformationen "Beste Qualität zu civilen Preisen | Schlesisches Porzellan seit 1820"
„Beste Qualität zu civilen Preisen“ war einer der selbstbewussten Werbesprüche, mit denen die schlesischen Fabriken Ende des 19. Jahrhunderts für ihre Produkte warben. Und in der Tat: Verstecken brauchten sie sich gegenüber ihren Mitbewerbern um die Gunst der adeligen und bürgerlichen Kunden in Deutschland nicht. Rund 50 Firmen produzierten zwischen 1820 und 1945 in Schlesien und stellten für die Porzellanfabriken in Sachsen, Thüringen und der Oberpfalz eine ernsthafte Konkurrenz dar. Ihre Blütezeit erlebte die Porzellanregion Schlesien von 1871 bis 1918. Im Jahre 1882 lagen die beiden einzigen Betriebe im Deutschen Reich mit über 1000 Mitarbeitern in Schlesien: die Firmen KPM Carl Krister in Waldenburg und Carl Tielsch & Co. in Altwasser. Die Fabriken der Porzellanindustrie trugen wesentlich dazu bei, dass Porzellan im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem Gebrauchsgut breiter Schichten der Bevölkerung wurde. Auch heute wird in Schlesien Porzellan produziert – an den alten Standorten und zum Teil in bewusster Anknüpfung an die deutschen Vorgängerfirmen.

Dieser Bereich der Geschichte des europäischen Porzellans ist in der Fachwelt trotz der enormen Produktionszahlen und der wirtschaftlichen Bedeutung bisher vernachlässigt worden. Die Anfänge waren recht bescheiden. Erst ab 1820 wurden in Schlesien Porzellanfabriken gegründet – ohne landesherrliche Privilegien, sondern in Privatinitiative von Kaufleuten, die sich ein gutes Geschäft versprachen. Ihnen folgten bald weitere Unternehmen, die rasch den Standard der etablierten deutschen Porzellanfabriken erreichten. Die Fabriken in Waldenburg, Altwasser, Tiefenfurt, Tillowitz, Freiwaldau und über 20 anderen Orten fanden ihre Absatzmärkte aber nicht nur in Schlesien und dem Deutschen Reich, sondern in großem Umfang auch in ganz Europa und Übersee. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges brach die schlesische Porzellanindustrie zusammen. Auch heute wird in Schlesien in mehreren Fabriken Porzellan hergestellt.

Vielfältige, ästhetisch ansprechende Porzellane vom Neu-Rokoko bis zum Art Déco zeugen von der Leistungsfähigkeit der schlesischen Hersteller und sind im Buch beschrieben. Die Hintergründe ihres Erfolges verdeutlichen historische Ansichten der Fabrikgebäude, Dokumente, Verkaufskataloge und handgezeichnete Musterbücher der Firmen Carl Krister in Altwasser, Carl Tielsch & Co. in Waldenburg und August Rappsilber in Königszelt.

Das Buch fasst in deutscher, polnischer und tschechischer Sprache die wichtigsten Ergebnisse zusammen und stellt eine repräsentative Auswahl an Porzellanen in Wort und Bild vor.

Die Publikation soll das öffentliche und fachliche Interesse an der schlesischen Porzellanproduktion wecken. Sie ist für Porzellaninteressierte, Sammler und Forscher eine wichtige Einführung in ein vielfältiges Kapitel deutscher und polnischer Kulturgeschichte.

In einem weiteren Angebot führen wir noch DAS Standardwerk zu Schlesischem Porzellan. Es ist das Buch "Schlesisches Porzellan vor 1945" von Gerhard Schmidt-Stein. In der zweiten - völlig überarbeiteten - Auflage wurden die Fehler der ersten korrigiert. Somit hat sich der Status des Standardwerkes nicht nur gefestigt, auch die Liebhaber des Porzellans aus Schlesien und die Besitzer der ersten Auflage sollten sich das Angebot einmal anschauen. Gerhard Schmidt-Stein war auch bei diesem Werk hier beratend tätig.
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