; Beate Manske ; Claude Enderle ; Hansjerg Maier-Aichen ; Hasso Bräuer ; Peter Schmitt u.a. ; Volker Albus ; Walter Scheiffele
WIE WOHNEN
Von Lust und Qual der richtigen Wahl. Ästhetische Bildung in der Alltagskultur des 20. Jahrhunderts

24,80 €*

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Erscheinungsdatum: 01/11/2004
Zustand: Neu
Anzahl Seiten: 168
Produktsprache: Deutsch
Anzahl Abbildungen: 151 Abbildungen, davon 102 farbig
Verlag: Hatje Cantz Verlag
Gewicht: 0.822 kg
Breite: 210 mm
Höhe: 16 mm
Länge: 280 mm
ISBN: 9783775715171
Beschreibung
Produktinformationen "WIE WOHNEN"
Wie wohnen? Seit über 100 Jahren ist die Frage ein Evergreen. Eine unterhaltsame, informative Zeitreise durch die Geschichte des »richtigen Wohnens«.

Die Massenproduktion von Gebrauchsgütern als Folge der Industrialisierung und die daraus resultierende unübersehbar gewordene Warenflut rief schon früh Staat und  Bildungselite auf den Plan: Der Käufer sollte »kulturell wertvolle« Ware vom »Schund« unterscheiden lernen, um zum »mündigen Verbraucher« zu avancieren. Und so bemühten sich  bereits um 1900 Publikationen darum, diesem Anspruch gerecht zu werden. Es folgten 1915 das erste Warenbuch, Ratgeber in den Zwanzigern und das riesige Kompendium der  Deutschen Warenkunde in den dreißiger und vierziger Jahren bis hin zu deren Neuherausgabe in Ost- und Westdeutschland nach 1945. Mehr und mehr übernahmen Wohnzeitschriften  oder Frauenmagazine, aber auch die Kataloge einflussreicher Möbelhersteller die Rolle als Trendsetter in Sachen Geschmack.

Mit historischen Analysen und aktuellen Stellungnahmen machen Fachautoren die Geschichte wie den hohen Stellenwert ästhetischer Bildung in der Produktkultur nachvollziehbar  und zeigen auf, dass der Begriff der Qualität heute neu definiert und vermittelt werden muss.

Zur Ausstellung

Aus dem Prospekt der Ausstellung:

Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus - Design im Zentrum in der Zeit vom 07.11.2004 bis 03.04.2005

„Sie finden diese Frage ziemlich geschmacklos? Dann stellen wir sie anders: Woher wissen Sie, welches das »richtige« Möbelstück, Teeservice oder Besteck ist? Entscheiden Sie  spontan, oder vergleichen Sie sorgfältig, auch bei preiswerten Angeboten? Lieben Sie langlebige Produkte, oder folgen Sie dem neuesten Trend? Ihre Antworten sind uns wichtig,  denn nicht ohne Grund schicken wir Sie auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der »Geschmacks«- und Wohnberatung.

Seit es Industrieprodukte gibt, ist die Qual der Wahl oft größer als die Lust, und in unserer globalisierten Welt ist das Angebot fast unüberschaubar geworden. Kein Wunder,  dass man Ratgeber braucht - heute sind es vor allem die vielfältigen, spezialisierten Wohnzeitschriften, die über Messeneuheiten und modische Trends informieren oder sie  sogar setzen.

Früher lag diese Meinungsführerschaft bei Expertengremien, die Wohnratgeber, Kataloge oder umfangreiche Kompendien der gesamten Alltagskultur, so genannte »Warenkunden«,  herausgaben. Seit 1900 galt es als wichtige pädagogische Aufgabe, Hersteller, Händler und Käufer gleichermaßen von den Grundsätzen einer angemessenen Gestaltung und  Herstellungsqualität zu überzeugen: Nur so hatten deutsche Waren eine Absatzchance auf dem Weltmarkt. Die Kriterien für »guten und schlechten« Geschmack änderten sich im  Laufe der Jahrzehnte, aber sie waren jeweils klar definiert und boten eine Orientierungshilfe.

In acht Themenräumen können Sie anhand von Büchern, Katalogen, Objekten, Fotos, interaktiven Medien und historischen »Schulkisten« die Geschichte dieses Aspekts ästhetischer  Bildung nachvollziehen. Heute steht die individuelle Entscheidung an erster Stelle, von Normen und Geboten ist man längst abgerückt. Der Begriff der Qualität ist im ständigen  Wandel begriffen - interkulturelle Aspekte können ebenso eine Rolle spielen wie ökologische Gesichtspunkte und vieles mehr. Nur der bewusste Umgang mit den Dingen des  täglichen Gebrauchs und direkte Vergleiche verhelfen uns zu einem eigenständigen Urteil. Seit Jahren setzen sich deshalb die Fachleute dafür ein, die ästhetische Bildung in  Schulen und Hochschulen zu verstärken: Als »mündige Verbraucher« können wir nicht nur unsere eigene Lebensqualität erhöhen, auch die Wirtschaft würde von der Forderung nach  anspruchsvoller Ware, die keineswegs teuer sein muss, profitieren.“

Ausstellungskonzept Beate Manske

Rezensionen

»Eine spannende Lektüre quer durch die Alltagskultur des 20. Jahrhunderts.«
[domizil]

»Eine spannende Reise durch hundert Jahre westliche Alltagskultur.«
[werk, bauen + wohnen]
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